Spiced Rum: Die besten Sorten & Marken im Überblick
Spiced Rum ist die Einstiegsdroge in die Rum-Welt. Egal ob Kraken, Captain Morgan oder Sailor Jerry – Spiced Rums sind gewürzt, oft süßlich, sofort trinkbar und perfekt für Cocktails. Während Premium-Rum seine Herkunft und lange Reifung offenbaren möchte, steht Spiced Rum für Genussfreude ohne Umschweife.
In dieser Kategorie finden Sie alles über Spiced Rum: Was ihn ausmacht, wie er hergestellt wird, welche Sorten am besten schmecken und wie Sie ihn am liebsten genießen – ob pur, im Dark and Stormy oder als moderner Cocktail-Mix.
Was ist Spiced Rum?
Spiced Rum ist Rum, dem Gewürze und Kräuter zugesetzt sind. Das klingt simpel – und ist es auch. Im Gegensatz zu Premium-Rum, der seine Komplexität aus Herkunft, Reifung und Destillation gewinnt, arbeitet Spiced Rum offen mit künstlichen und natürlichen Aromen: Zimt, Nelken, Muskatnuss, Vanille, Karamell, manchmal sogar Zitrusöl.
Jede Marke hütet ihr Rezept wie einen Schatz. Kraken bringt dunkle Gewürze mit, Sailor Jerry setzt auf tropische Früchte und Vanille, Captain Morgan kombiniert Karamell mit einer Prise Zimt. Das Ergebnis: leicht zugänglich, oft etwas süßer als nötig, aber unglaublich beliebt.
Wer zum ersten Mal ein Glas Rum trinkt, greift häufig zu Spiced Rum – und das ist völlig berechtigt. Die Gewürze und die sanfte Süße nehmen die Kanten des Alkohols, machen ihn trinkbar ohne Vorbereitung.
Wie wird Spiced Rum hergestellt?
Die Basis ist immer ein Basis-Rum – oft ein milder, schnell hergestellter Column-Still-Rum. Der Hersteller kauft den Rohrum, manchmal sogar von anderen Destillerien, und verfeinert ihn dann nach eigenem Rezept:
Der Prozess in Kürze
- Basis-Rum: Ein helles, mildes Destillat, oft schon leicht gereift.
- Gewürz-Extrakt: Die Hersteller infundieren oder mischen Gewürz-Essenzen ein – Zimt, Nelke, Muskatnuss, manchmal Vanille.
- Zuckerzusatz: Viele Spiced Rums bekommen noch eine Prise Zucker oder Karamellsirup, um die Süße zu perfektionieren.
- Ruhephase: Das Ganze reift kurz, damit die Aromen verschmelzen – selten länger als einige Wochen.
- Abfüllung: Bei etwa 35–43% Alkohol wird abgefüllt und etikettiert.
Das Ergebnis ist ein Rum, der sofort trinkbar ist und keine lange Gewöhnung erfordert. Genau das ist seine Stärke – und für Puristen auch sein Schwachpunkt.
Die beliebtesten Spiced-Rum-Marken
Einige Marken haben sich weltweit durchgesetzt und sind in jedem Supermarkt zu finden:
Kraken Black Spiced Rum
Der Bestseller. Mit dunkler Farbe, kräftigen Gewürzen und einer satten Süße hat sich Kraken zum Favoriten der Cocktail-Bars gemacht. Besonders in Dark and Stormy perfekt, aber auch pur mit Eis genießbar. Die Flasche mit ihrer Kraken-Illustration ist ein Eyecatcher.
Captain Morgan Original Spiced Gold
Der Einstiegs-Klassiker. Mild, mit Karamell und feinen Gewürzen, günstiger als Kraken und weniger fordernd. Wer noch nie Rum getrunken hat, macht mit Captain Morgan Gold keine Fehler – und hat oft sofort seinen Lieblings-Mixer im Glas (Ginger Ale oder Cola).
Sailor Jerry Spiced Rum
Der Charakter-Typ. Tropische Früchte, Nelke und Vanille machen ihn würzig und fruchtbetont zugleich. Etwas höherwertig als Captain Morgan, aber zugänglicher als mancher Premium-Rum. Perfekt für Tiki-Cocktails und für alle, die ein bisschen mehr Charakter suchen.
Bacardi Spiced Rum
Der Universalist. Bacardi ist eine Rum-Institution, und die Spiced-Variante bietet Gewürze und Süße in gemäßigter Dosierung. Weder zu fordernd noch zu langweilig – perfekt für alle, die experimentieren wollen, ohne Zeit mit Recherche zu verbringen.
Spiced Rum in Cocktails vs. pur
Im Cocktail – Das ist sein Element
Spiced Rum braucht einen Partner: Cola, Ginger Ale, Zitronensaft, Limette. Sein Charakter ist da, durchzusetzen – die Gewürze harmonieren wunderbar mit Cola im Cuba Libre, die Kräuter spielen auf in einem Mojito, und in einem Dark and Stormy (Spiced Rum + Ginger Beer) wird aus dem milden Gewürz-Rum plötzlich ein Abenteuer.
Pur – Nice to have
Pur trinken funktioniert, ist aber nicht primär gedacht. Ein Glas Kraken auf Eis schmeckt – süßlich, würzig, gefällig. Aber es wird nie die Tiefe zeigen, die ein gereifter Premium-Rum offenbart. Für gelegentliche Kostproben oder als Einstieg völlig in Ordnung. Echte Genießer werden nach der zweiten Flasche zu einem aromatischeren Rum wechseln wollen.
Trinktipps & Serviervorschläge
Mit Cola (Cuba Libre): Die klassische Paarung. Kraken oder Captain Morgan mit frischer Cola und Limettenschnitz – das ist für Millionen der Inbegriff von Rum-Genuß.
Mit Ginger Beer (Dark and Stormy): Ein würziger Cocktail, der den Spiced Rum zu seinem Recht kommen lässt. Kraken ist hier Pflicht – die dunklen Gewürze und das Ginger Beer bilden eine unschlagbare Kombination.
Mit Ginger Ale & Limette: Die sanfte Variante. Wer den Spiced Rum intensiver schmecken möchte, mischt ihn 1:2 mit Ginger Ale – die Süße des Rums kommt durch, ohne erdrückend zu wirken.
Pur auf Eis: Gekühlt, in einem guten Glas, allein mit 2–3 Eiswürfeln. Die Gewürze werden deutlicher, die Süße milder durch die Kälte. Ein guter Einstieg, um den Rum wirklich zu schmecken.
Temperatur & Glas: Spiced Rum braucht keine Temperaturideal – gekühlt oder Zimmer ist beides in Ordnung. Ein Longdrink-Glas, ein Old Fashioned, sogar ein Schnapsglas funktioniert. Lediglich bei sehr empfindlichen Nasen: In einem Nosing Glass (Gläschen wie für Whisky) kann man die Gewürze noch deutlicher ausmachen.
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